Dienstag, 9. Mai 2017

Rezension: "Tiefenwelt - Zwei Leben" von T. F. Sperling ♡

Eine Welt, die am Abgrund steht.
Eine Hierarchie, die nicht sein sollte.
Und eine Familie, die sich über das Alles erhebt
und zusammenhält.




Lenyo ist 16 Jahre alt und lebt in der Nordstadt. Zu seinem Alltag gehören Hunger, Krankheiten und der tägliche Kampf ums Überleben. Doch damit ist nun Schluss! Lenyo ist fest dazu entschlossen den Kampf gegen die machthungrige Regierung aufzunehmen und schließt sich den Tiefenweltlern an, einer Gruppe Rebellen, die in einem Untergrundnetzwerk agieren.
Die Tiefenweltler haben natürlich auch einige Geheimwaffen in der Hinterhand. Lenyo ahnt jedoch nicht, dass auch er durch seine bislang unentdeckte Gabe ebenfalls zur Waffe der Rebellen wird.

Das Konzept der Geschichte und insbesondere das Ende haben mir wahnsinnig gut gefallen! Durch den Schluss wird das ganze Buch abgerundet, Anfang und Ende bilden einen passenden Rahmen für die Geschehnisse und auch dem Titel wird seine Bedeutung verliehen. Man könnte beinahe sagen, dass sich der Inhalt des Buches tatsächlich erst auf den letzten Seiten erschließt und das macht es in meinen Augen auch so besonders. Ich kann zwar den häufigen Kritikpunkt nachvollziehen, dass der große Knall zum Schluss vielen die Geschichte ruiniert, doch in meinem Falle macht es das Buch noch viel, viel besser. Entweder man liebt es, oder man hasst es. Ein Dazwischen gibt es vermutlich nicht. ♡




Auch die Charaktere in "Tiefenwelt" konnten mich größtenteils überzeugen. Lenyo war mir sehr sympathisch und seine Gabe machte ihn zudem sehr interessant für den Leser. Allerdings (und das ist mein einziger Kritikpunkt an der Geschichte) konnte ich seine Entscheidung, seine Familie zu verlassen, am Anfang noch nicht vollkommen nachvollziehen. Seine Familie bedeutet Lenyo alles und dann lässt er sie "einfach so" zurück, obwohl er gar nicht genau weiß, ob der Mythos der Tiefenwelt überhaupt wahr ist? Zum Glück wird diese kleine Ungereimtheit im Laufe der Geschichte aufgeklärt, weshalb ich sie im Nachhinein nicht mehr als sonderlich gravierend empfinde.

Auch die Nebencharaktere sind von der Autorin unglaublich gut ausgearbeitet worden, sodass sie selbst nach dem Lesen des Buches noch in meinem Kopf herumspuken. Insbesondere Flor, Lenyos Mutter, hat mich mit ihrer Entwicklung beeindruckt. Sie ist eine sehr starke, eindrucksvolle Frau und hat sich ihren Respekt ebenso hart erkämpft wie ihr Sohn.

Der Schreibstil der Autorin verdient den Ausdruck: Grandios! Man merkt sofort, dass eine Poetry-Slammerin am Werk ist, denn die Fähigkeit, eine Geschichte auf den Punkt zu bringen und dennoch so unglaublich bildgewaltig zu schreiben, ist sehr sehr selten. Umso mehr habe ich es genossen, die Geschichte zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin. ♡


Fazit

"Tiefenwelt" ist eine spannende Dystopie, die besonders durch ihr unerwartetes Ende hervorsticht! Von mir erhält das Buch eine klare Leseempfehlung. ♡


Bewertung

4/5 Punkte.



 
Im Folgenden noch ein paar Informationen zum Buch



 
Verlagswebsite: https://www.drachenmond.de/
Seitenzahl: 370 Seiten
Format: Softcover
ISBN: 978-3-95991-342-3
Preis: 14, 90 € (DE)



Vielen, vielen Dank an die liebe Autorin
für die Bereitstellung eines Leseexemplares
für die Lovelybooks-Leserunde!
 
Ich hoffe euch hat meine Rezension gefallen
und ihr seid auch beim nächsten Mal wieder dabei!
 



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